SELF Protection

Royce Gracie UFC5 (Franco & Royce, 1994)
Am 31. Juli dieses Jahres, erschien auf www.shootingillustrated.com ein Artikel für Royce Gracie, welches mich dazu brachte, es mehrmals zu lesen und mich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.

Ich möchte gleich festhalten, dass ich Royce Gracie seit (sehr) vielen Jahren kenne. Bei ihm und seinen Brüdern Rorion und Rickson nahm ich meine ersten Jiu-Jitsu Stunden, sei es Privat als auch in der Gruppe.

Royce war eine wahre Inspiration, als ich ihn damals in den ersten UFCs sah. Jedes Mal das es mir möglich war, wollte ich dabei sein und so reiste ich vor Ort um ihn zu sehen. Royce überraschte nicht nur seine Gegner, sondern selbst die Fans waren von seinem Fighting Spirit dermassen gefesselt, dass alle Zuschauer in diesen Augenblicken ihn nicht mehr losliessen.

Aufmerksam auf den Artikel, wurde ich nicht nur, weil es auf www.shootingillustrated.com erschien, sondern weil ich auch, den grossartigen Jiu-Jitsu Experte, mit einer Waffe in den Händen, auf dem Titelfoto des Artikels posierte. Chefredakteur Ed Friedman hatte Royce Gracie zu seiner Karriere, seine Liebe zur Freiheit und sein Interesse an Waffen, befragen können.

Royce erzählt Friedman, dass sein Vater (Hélio Gracie) ein paar Waffen auf dem Hof, wo er aufgewachsen war, hatte. Royce erzählt auch weiter, dass als er in die USA kam, von der Freiheit der Menschen völlig begeistert war.
Friedman fährt fort und fragt, «…was macht jemand, der in unbewaffneter Selbstverteidigung so geschickt ist, die Notwendigkeit, Feuerwaffen zu besitzen?» …und Royce antwortet: …»was ist, wenn es mehr als eine Person gibt? Was ist, wenn der Gegner bewaffnet ist? Wenn es nur ein Kerl ist, der nicht bewaffnet ist, ja, ich kann mich um ihn kümmern. Aber was, wenn er eine Pistole zieht? Was ist, wenn es mehr als einen Angreifer gibt und sie haben Messer? Was passiert, wenn es einen Terroranschlag gibt? Ich habe eine Mentalität, dass ich versuchen werde, einen Angriff zu stoppen, egal was, aber wenn er eine Pistole hat, ist das selbstmörderisch, wenn ich nicht bewaffnet bin. Auch wenn ein Verbrecher andere Leute angreift, ist es nicht immer möglich, auch jemanden mit meinen Fähigkeiten, um diesen Angriff ohne Feuerwaffe zu stoppen.»

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten, hatten wir in Europa einige Angriffe. Es sind noch keine Kriegszustände bei uns, aber es mussten schon sehr viele Menschen sterben. Ich glaube, dass jeder von uns, sich auch in der «so sicheren Schweiz» Gedanken darübergemacht hat. Wie weit, ist man bereit zu gehen, um Heim und Familie zu schützen. Wer positiv zum Waffengebrauch ist, argumentiert auch damit, eben in gefährlichen Situationen sich und seine Familie beschützen zu können. Sollten wir das Recht haben, eine Waffe zu tragen? Sollten wir in der Lage sein, wenn der Angreifer eine Waffe zieht, selbst den Gebrauch einer Waffe zu haben? Kann man so wirklich eine Situation deeskalieren?

Als Friedman, Royce Gracie fragt, warum den Leute bei ihm den Jiu-Jitsu Unterricht aufsuchen, meint er: «…der Hauptgrund, warum Menschen in eine Kampfkunstschule gehen, ist, um Vertrauen zu gewinnen, indem sie diese Fähigkeiten erlernen. Vielleicht waren sie selbst in einer solchen Situation gewesen oder eine Situation gesehen, wo sie nicht wussten, wie man darauf reagieren sollte…»

Royce erklärt weiter: «…Ich lehre sie Selbstverteidigung. Ich unterrichte keine Konkurrenz. Kampfkünste wurden gemacht, um sich zu verteidigen. Viele Schulen lehren, wie sie Punkte machen, aber das ist kein richtiges Leben. Wettkampfsport kann eine Kampfkunst ruinieren. Ich lehre, wie man sich in einer Strassenkampfsituation verteidigen kann. Warum also kauft man eine Pistole? Sicher, es gibt eine kleine Anzahl von Menschen, die auch hier vom Wettkampfschiessen betreiben, weil sie der beste Schütze in der Welt werden wollen, aber für die meisten von uns ist es zur Selbstverteidigung...»

Wie steht ihr als Jiu-Jitsukas, Kampfkünstler/Kampfsportler zum Besitz, bzw. Tragen und Benutzung einer Schusswaffe zur Selbst-Verteidigung?

Einige Royce Gracie Fans haben es sicher nicht gut gefunden, dass er sich fürs Waffengebrauch einsetzt, doch man muss schon sagen, dass man dazu auch Mutig sein muss, denn es ist ein heikles Thema und es lohnt sich, darüber zu informieren und auch eine eigene Meinung zu haben.

Keep Safe! -Franco Vacirca

ADIDAS BJJ MyHero CLARK Gracie bei Gracie Zuerich


Am 10. September 2017 besuchte uns Grossmeister CARLEY Gracie mit seinem Sohn CLARK Gracie unsere Academy in Zürich um ein offener Lehrgang zu geben. Clark ist einer der absoluten Top Brazilian Jiu-Jitsu Athleten im heutigen Circuit und hat in den letzten Jahren sämtliche Turniere im In- uns Ausland gewonnen. Clark lebt in San Diego, wo er auch seine eigene erfolgreiche Gracie Jiu-Jitsu Schule führt, wird uns aber auch schon bald wieder in Zürich besuchen kommen.

Für weitere Infos zu unseren Lehrgängen/Seminare Email an graciezuerich@gmail.com oder besuchen sie unsere Gracie Jiu-Jitsu Network Europe Homepage unter www.graciejiujitsu.eu

Gracie Jiu-Jitsu Zürich
Limmattalstrasse 342, 8049 Zürich Höngg
www.graciezuerich.ch

Brazilian Jiu-Jitsu Red Belt CARLEY Gracie Seminar in Zürich


Wir sind sehr stolz darauf, CLARK Gracie, einen der meist gefürchteten Athleten in den internationalen Brazilian Jiu-Jitsu Wettkampf-Circuit und Sohn des legendären CARLEY Gracie, zum ersten Mal in der Schweiz an unsere Academy zu begrüssen.

Am Sonntag, dem 10. September 2017, wird der Rotgurt Grossmeister CARLEY Gracie und sein Sohn, ein 3-stündiges offenes Seminar geben, wo sie eine Vielzahl von Techniken und Drills vermitteln werden, und die Möglichkeit haben werden, mit einem wahren Pro BJJ Athleten trainieren zu können.

Alle Belt Levels (Gurtfarben) sind herzlich willkommen, vom echten Anfänger bis hin zum absoluten Profi!

Wir laden auch Jiu-Jitsu-kas und Kampfsportler/innen, aus allen Stilen und Schulen, sowie Vereine und Verbände, an diesem einzigartigen High-Level-Lehrgang teilzunehmen.

Austragungsort:
Asia Budo Center, Limmattalstrasse 170, 8049 Zürich Höngg

Seminarzeiten:
11:00 bis 14:00 Uhr (mit kurzer Pause dazwischen)

Seminargebühren:
- Netzwerk- und Academy-Mitglieder, CHF / EUR 80,00 (mit gültiger 2017-Lizenz)
- Andere / Besucher, CHF / EUR 100,00

* Die Teilnahme muss unserseits per Email bestätigt werden, Platzzahl beschränkt!

* Anmeldung nur schriftlich: graciezuerich@gmail.com (nur mit Vorauskasse)

* Anmeldeanschluss ist der 28. August 2017

weitere Infos zu Seminaren und Workshops unter http://www.gracieconcepts.ch/index.php/events

Face 2 Face Reality!

Franco & Demetrio Vacirca (JKD Training 1989)
Sich mit der Realität zu konfrontieren und schön immer «am Boden» zu bleiben, ist auch als Kampfkünstler nicht ganz einfach. Als mein Bruder Demetrio und ich mit den Kampfkünsten begannen, stellten wir uns vielleicht Anfangs nicht wirklich immer die Frage, ob nun die eine oder andere Technik auch in einer realen Situation eine effiziente Anwendung finden würde.
Dies änderte sich aber für mich und ich glaube auch für Demetrio, als wir den Schritt machten nun nicht nur zu trainieren, sondern auch unsere eigene Trainingsgruppe zu gründen.

In den 80er Jahren gab es noch nicht so viel womit man sich als Instruktor einer, eher Modernen, Kampfkunst vergleichen konnte. So blieb uns nur die Möglichkeit, diese Möglichkeit im Ausland zu suchen und die USA bot uns diese Chance an.

In Los Angeles und New York fand ich einige Instruktoren die aus dem Militär, bei der Polizei und Sicherheitsfirmen sich ziemlich intensiv mit «Kampfkunst zur Selbstverteidigung» befassten. Viele von Ihnen kamen auch aus anderen Ländern, wie China, Thailand, Philippinen, Indonesien, Japan, Korea, Brasilien, aber auch aus Israel und Europa, und arbeiteten nun als professionelle Ausbilder hier in ihrer neuen Heimat.

Als wir Ende der 80er Jahre unsere erste Academy gründeten, wurde das Vacirca Brothers Motto «Reduced To The Essence» (aufs Wesentliche reduziert). Wir wollten und wir strebten nie einfach eine Kopie von irgendetwas oder irgendjemand zu werden. Alles sollte authentisch sein und wir wollten stets immer auf uns stolz sein und immer hinter unser Programm dahinterstehen können.

Heute, nach fast 30 Jahren als Instruktor unterwegs, hat sich nichts geändert. Wir sind stets Schüler geblieben. Immer Neugierig und stets offen für alle. Dies hat uns immer sehr viel bedeutet. Dank dieser Einstellung sind wir heute, als Vacirca Brothers, in der Lage unseren Mitgliedern ein Programm anbieten zu können, welches sich von vielem unterscheidet. Sicher, auch wir haben das Rad nicht neu erfunden, aber wir haben viel Zeit investiert und Seriös daran gearbeitet, damit wir heute da stehen wo wir gerade sind.

Simplicity Works: Eines welches ich während meinem langjährigem Studium und Forschungen mit nach Hause nahm, ist, dass «Einfaches funktioniert». Einer meiner Lehrer war damals noch ein aktiver Navy Seal und er sagte zu uns ständig, «Keep It Simple and Stupid» (KISS). Diese Philosophie, wurde zu unseren roten Faden, und deshalb konnten wir so viel von so vielen lernen, aber ohne uns vom Wesentlichen und Wichtigen abzubringen.

Leider ist heute (wieder vermehrt) «Selbstverteidigung und persönlicher Schutz» ein so grosses Thema geworden. Als Kampfkünstler wäre es mir manchmal auch lieber, mich mehr mit dem Aspekt «Kunst» zu beschäftigen, aber durch die Vielzahl von schrecklichen Ereignissen auf unsere Welt, ist dies fast unmöglich, wenn man eben sich die Realität vor den Augen hält. Unsere Mitglieder wissen und kennen es: bei uns steht die Selbstverteidigung absolut an erster Stelle. Verschiedene heikle Themen, wie Beispielsweise die Abwehr gegen scharfe Gegenstände, Schlagstöcke oder sogar Schusswaffen, haben wir immer sehr speziell behandelt, was wir auch weiterhin tun werden.

Die kommenden Monate werden weiterhin sehr interessant und intensiv sein. Versucht als Mitglied unserer Academy, regelmässig zu trainieren, den eine reale und effiziente Selbstverteidigung muss auch gepflegt und es muss stätig daran gearbeitet werden. In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen weiterhin viel Erfolg und Spass.

Keep Safe! -Franco Vacirca