My first Gracie Jiu-Jitsu Lesson | Meine erste GJJ Lektion !


Between, the mid-80s and early-90s, many of us where very surprised, when we got in contact with the Gracie family and their unique Jiu-Jitsu style. In fact, there were some true self-defense experts, who contributed heavily on the spread of this fighting style. Around that time I was training Jeet Kune Do, Filipino Martial Arts and MuayThai Boxing. The person who taught me my first (Gracie) Jiu-Jitsu technique was no other than (Sifu) Paul Vunak, leading JKD expert (under Dan Inosanto) and founder of Progressive Fighting Systems (PFS).
Sifu Paul taught us the true essence of fast, non-classical and true efficient techniques for self-defense. He was one of the true first Gracie Jiu-Jitsu practitioners, and to include his personal experience with GJJ into his ground fighting. I remember, the first techniques, which included, how to tackle my opponent, to slam my opponent from the ground (if he would get me in his guard position); then continuing by passing the guard – straight to get to the mount position and finalize the opponent with the “America”, an very effective shoulder-lock. That night that specific class brought me to continue my own personal research on ground fighting and eventually to get my first lessons with the Gracie Brothers. I am very thankful to Sifu Paul for all that, because that experience brought me to my where we are today.

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Zwischen Mitte der 80er und Anfang der 90er Jahre waren viele von uns sehr überrascht, als wir mit der Familie Gracie und ihrem einzigartigen Jiu-Jitsu-Stil in Kontakt kamen. Tatsächlich gab es einige echte Selbstverteidigungsexperten, die stark zur Verbreitung dieses Kampfstils beitrugen. Um diese Zeit trainierte ich Jeet Kune Do, Filipino Martial Arts und MuayThai Boxing. Die Person, die mir meine erste (Gracie) Jiu-Jitsu-Technik beibrachte, war kein anderer als (Sifu) Paul Vunak, führender JKD-Experte (unter Dan Inosanto) und Gründer von Progressive Fighting Systems (PFS).
Sifu Paul lehrte uns das wahre Wesen schneller, nichtklassischer und wirklich effizienter Techniken zur Selbstverteidigung. Er war einer der ersten Gracie Jiu-Jitsu-Praktizierenden und fügte seine persönlichen Erfahrungen mit GJJ in seinen Bodenkampf ein. Ich erinnere mich gut an die ersten Techniken. Ich lernte, wie ich den Gegner zu Fall bringen konnte, um ihn auf dem Boden zu kontrollieren. Würde der Gegner mich nun zwischen seine Beine fangen können, dann hätte ich die Möglichkeit gehabt, in aus dieser Position – gegen seinen Rücken zu „slamen“. Diese Aktion hätte ihn dazu bewegt die Beine zu öffnen und ich wäre in der Lage gewesen ihn zu „mounten“ (quasi auf seinem Bauch zu sitzen) und von dort aus, ihn mit einem Armhebel (Amerika genannt) zu Aufgabe zu zwingen. In dieser Nacht brachte mich diese spezielle Klasse dazu, meine eigenen weiteren Recherchen über den Bodenkampf fortzusetzen und schliesslich meine ersten Unterrichtsstunden bei den Gracie Brothers zu machen. Ich bin Sifu Paul sehr dankbar für all das, denn diese Erfahrung hat mich dahin gebracht, wo wir heute sind.

Pedro Hemetério, ein Leben für das Gracie Jiu-Jitsu



Um 1993 herum wurde ich durch einen Zeitungsartikel, dass von Meister Pedro Hemetério selbst geschrieben wurde, auf ihn aufmerksam gemacht. Doch es vergingen nochmals ein paar Jahre, bevor ich zu meinem 27. Geburtstag im Monat April seine Schule in Sao Paulo betreten konnte. Deshalb feiere ich in diesem Monat nicht nur ein Jahr «älter» werden, sondern eine Begegnung die mein Leben definitiv bestimmte, so sehr, dass ich diesen Moment meines Lebens – niemals vergessen könnte.

Wer war aber Professor Pedro? Was er ganz bestimmt war, …ein Mann der sein ganzes Leben dem Gracie Jiu-Jitsu gewidmet hatte, …ein weiser Mann, der vielen Menschen auf den richtigen Weg verhalf und sie zu wahren und engagierten Jiu-Jitsukas machte…

-Franco Vacirca, im April 2017


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Pedro Hemetério begann in seinem Leben um das Jahr 1942 mit dem Jiu-Jitsu, als Carlos Gracie das ganze Land bereiste und sich in Fortaleza (im Staat von Ceara) niederlies, um das Jiu-Jitsu zu verbreiten. Carlos gewann mit seiner charismatischen Persönlichkeit, viele neue Freunde. Bald durfte er auch, was er sich schon seit langem gewünscht hatte, die Polizei unterrichten, was ihm auch ein geregeltes Einkommen garantierte. Zeitgleich, kündigte er über die lokale Zeitung an, dass er die erste Trainerausbildung anbieten würde, und lud die jungen Männer ein, an einem dreimonatigen Einführungskurs teilzunehmen. Im «Clube Praia Leme» erschienen 77 Teilnehmenden und der damals 20-jährige Pedro Hemetério war einer von ihnen.

Carlos Gracie verlangte zuerst von der Gruppe eine Reihe von sehr harten Koordination und mussten auch körperlichen Tests durchlaufen, und so blieben nur noch vier von ihnen übrig, die am nächsten Kurs teilnehmen konnten. Am Ende dieser harten Ausbildung blieben jedoch nur zwei von ihnen übrig, Pedro Hemetério und Luciano Porto.

Nach weiteren 45 Tagen intensiver Jiu-Jitsu-Arbeit entschied sich Luciano Porto, das Projekt aufzugeben, so dass Pedro Hemetério als einziger Schüler den Kurs komplett beendete. Nach seiner Rückkehr ins normale Leben, bekam Pedro von seinen Eltern einen Job im Familienbetrieb. Mestre Carlos Gracie erkannte aber, die ausgezeichneten Qualitäten die Hemetério hatte und wollte, dass sein Schüler das Studium des Jiu-Jitsu fortsetzen sollte, und so suchte er nach einer Lösung um ihn bei sich behalten zu können. Carlos Gracie bot Pedro die Hälfte seines Gehalts der Polizeiakademie an, um so Hemetério bei sich behalten zu können.



Als Hélio Gracie, über seinen älteren Bruder Carlos, vom jungen Pedro erfuhr, bot man ihm an der Seite von Hélio in Rio de Janeiro, zu arbeiten. Über vier Jahre hinweg stand Pedro an der Gracie Akademie abwechslungsweise als Schüler oder Trainer auf dem Tatame seines Meisters Hélio Gracie und lernte alle die neuen Finessen dieses Systems. Anschliessend bekam er die wichtige Aufgabe in Sao Paulo das Gracie Jiu-Jitsu zu etablieren, was sich über 60 Jahren als seine lebenslange Mission wurde.

Professor Pedro, wie ihn alle Schüler liebevoll nannten, wurde einer der angesehensten Gracie Jiu-Jitsu Meister aller Zeiten, der auch persönlich dem Rotgurt 9. Dan von Hélio Gracie erhielt.

Nach einer anhaltenden Erkrankung und zwei Monate im Krankenhaus Santa Casa in Sao Paulo, verstarb Professor Pedro im Alter von 86 Jahren.