JIU JITSU ZURICH mit Mestre Malibu - Sergio Jardim



Anfangs November 2017 besuchte uns die Jiu-Jitsu Old-New-True-School Legende Mestre MALIBU (Sergio Jardim) aus Rio de Janeiro und gab ein Workshop an unsere Academy in Zürich. Mestre Malibu ist ein 7. Grad unter Grossmeister RICKSON Gracie und gehört zu den ältesten Schüler der Gracie Familie.

Seine Fähigkeit das "Alte" und "Neue" zu verbinden, war sein Ziel an diesem Seminar, was ihm auch sehr gelungen ist. Mit Techniken aus dem Stand und am Boden, zeigte er immer, welche die wichtigsten Punkte zu beachten sind, wenn man die Techniken auf der Strasse oder im Sportwettkampf anwenden würde.

Wir hoffen Mestre Malibu schon bald wieder in Zürich begrüssen zu können und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und Gesundheit. Ein spezielles Dankeschön geht auch an unseren BJJ-Freund Hercules nach Bern, der auch dieses Video aufgenommen hat und wir es mit Euch allen teilen können.

OBRIGADO / OUS !
www.graciezuerich.ch

GRACIE JIU-JITSU + THAI BOXING FOR REAL LIFE DEFENSE


Why Military Professionals train in Brazilian Jiu-Jitsu and Thai Boxing?
Listen to a Navy SEAL - how to protect yourself in real life.

Jocko Podcast

Thaiboxing & Gracie Jiu-Jitsu - an unsere Akademie seit über 25 Jahren verbinden


This is one of those proves that Thaiboxing and Gracie Jiu-Jitsu has been linked together since the early days of our Academy in Zurich... thank you so much Dario Freddi for this very nice picture - showing MuayThai Trainer Dario and the Vacirca Brothers with some really first students.

Dies beweist, dass Thaiboxing und Gracie Jiu-Jitsu seit den frühen Tagen unserer Akademie in Zürich miteinander verbunden sind... Vielen Dank Dario Freddi für dieses sehr schöne Bild - Muay Thai Trainer Dario und die Vacirca Brothers mit einige wirklich erste Schülern.

BRING A FRIEND - Bring nächste Woche einen Freund zu einem Probetraining mit!

Tag a friend or two, who should join you for a free trial class - please share it with your friends and colleges - thank you very much for your support.

Markiere einen Freund oder zwei, die an einem kostenlosen Probetraining mitmachen sollten - teilen bitte diese Einladung mit deinen Freunden und Kollegen - vielen Dank für deine Unterstützung.

-Team Gracie Zuerich


Der "Corredor Polonês" ist ein alter Socken...



Endlich spricht es einer der ganz Grossen aus! Der "Corredor Polonês" ist ein alter Socken und gehört nicht mehr in einer modernen Brazilian Jiu-Jitsu Schule! Oder ist da jemand, der immer noch an solche unnötigen Rituale sich festhält?


At last one of the greats speaks! The "Corredor Polonês" is an old sock and is no longer part of a modern Brazilian Jiu-Jitsu school! Or is there someone who still sticks to such unnecessary rituals?


[...Essa mudança não aconteceu de forma isolada e por isso não posso atribuir o crescimento de minha academia somente a ela, já contei para vocês algumas mudanças que implementei em minha escola e que todas juntas produzem o resultado que tenho hoje mas uma certeza eu tenho, o Corredor Polonês deveria ser abolido de todas as escolas de jiu jitsu do mundo..."
-Fabio Gurgel www.fabiogurgel.com.br]


[... This change did not happen in isolation and so I can not attribute the growth of my academy to her alone, I already told you some changes that I implemented in my school and that all together produce the result that I have today but a certainty I have, the Polish Corridor should be abolished from all jiu-jitsu schools in the world ... " -Fabio Gurgel www.fabiogurgel.com.br]

Jiu-Jitsu Inspiration! Never too Old!!

SELF Protection

Royce Gracie UFC5 (Franco & Royce, 1994)
Am 31. Juli dieses Jahres, erschien auf www.shootingillustrated.com ein Artikel für Royce Gracie, welches mich dazu brachte, es mehrmals zu lesen und mich mit dem Inhalt auseinander zu setzen.

Ich möchte gleich festhalten, dass ich Royce Gracie seit (sehr) vielen Jahren kenne. Bei ihm und seinen Brüdern Rorion und Rickson nahm ich meine ersten Jiu-Jitsu Stunden, sei es Privat als auch in der Gruppe.

Royce war eine wahre Inspiration, als ich ihn damals in den ersten UFCs sah. Jedes Mal das es mir möglich war, wollte ich dabei sein und so reiste ich vor Ort um ihn zu sehen. Royce überraschte nicht nur seine Gegner, sondern selbst die Fans waren von seinem Fighting Spirit dermassen gefesselt, dass alle Zuschauer in diesen Augenblicken ihn nicht mehr losliessen.

Aufmerksam auf den Artikel, wurde ich nicht nur, weil es auf www.shootingillustrated.com erschien, sondern weil ich auch, den grossartigen Jiu-Jitsu Experte, mit einer Waffe in den Händen, auf dem Titelfoto des Artikels posierte. Chefredakteur Ed Friedman hatte Royce Gracie zu seiner Karriere, seine Liebe zur Freiheit und sein Interesse an Waffen, befragen können.

Royce erzählt Friedman, dass sein Vater (Hélio Gracie) ein paar Waffen auf dem Hof, wo er aufgewachsen war, hatte. Royce erzählt auch weiter, dass als er in die USA kam, von der Freiheit der Menschen völlig begeistert war.
Friedman fährt fort und fragt, «…was macht jemand, der in unbewaffneter Selbstverteidigung so geschickt ist, die Notwendigkeit, Feuerwaffen zu besitzen?» …und Royce antwortet: …»was ist, wenn es mehr als eine Person gibt? Was ist, wenn der Gegner bewaffnet ist? Wenn es nur ein Kerl ist, der nicht bewaffnet ist, ja, ich kann mich um ihn kümmern. Aber was, wenn er eine Pistole zieht? Was ist, wenn es mehr als einen Angreifer gibt und sie haben Messer? Was passiert, wenn es einen Terroranschlag gibt? Ich habe eine Mentalität, dass ich versuchen werde, einen Angriff zu stoppen, egal was, aber wenn er eine Pistole hat, ist das selbstmörderisch, wenn ich nicht bewaffnet bin. Auch wenn ein Verbrecher andere Leute angreift, ist es nicht immer möglich, auch jemanden mit meinen Fähigkeiten, um diesen Angriff ohne Feuerwaffe zu stoppen.»

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten, hatten wir in Europa einige Angriffe. Es sind noch keine Kriegszustände bei uns, aber es mussten schon sehr viele Menschen sterben. Ich glaube, dass jeder von uns, sich auch in der «so sicheren Schweiz» Gedanken darübergemacht hat. Wie weit, ist man bereit zu gehen, um Heim und Familie zu schützen. Wer positiv zum Waffengebrauch ist, argumentiert auch damit, eben in gefährlichen Situationen sich und seine Familie beschützen zu können. Sollten wir das Recht haben, eine Waffe zu tragen? Sollten wir in der Lage sein, wenn der Angreifer eine Waffe zieht, selbst den Gebrauch einer Waffe zu haben? Kann man so wirklich eine Situation deeskalieren?

Als Friedman, Royce Gracie fragt, warum den Leute bei ihm den Jiu-Jitsu Unterricht aufsuchen, meint er: «…der Hauptgrund, warum Menschen in eine Kampfkunstschule gehen, ist, um Vertrauen zu gewinnen, indem sie diese Fähigkeiten erlernen. Vielleicht waren sie selbst in einer solchen Situation gewesen oder eine Situation gesehen, wo sie nicht wussten, wie man darauf reagieren sollte…»

Royce erklärt weiter: «…Ich lehre sie Selbstverteidigung. Ich unterrichte keine Konkurrenz. Kampfkünste wurden gemacht, um sich zu verteidigen. Viele Schulen lehren, wie sie Punkte machen, aber das ist kein richtiges Leben. Wettkampfsport kann eine Kampfkunst ruinieren. Ich lehre, wie man sich in einer Strassenkampfsituation verteidigen kann. Warum also kauft man eine Pistole? Sicher, es gibt eine kleine Anzahl von Menschen, die auch hier vom Wettkampfschiessen betreiben, weil sie der beste Schütze in der Welt werden wollen, aber für die meisten von uns ist es zur Selbstverteidigung...»

Wie steht ihr als Jiu-Jitsukas, Kampfkünstler/Kampfsportler zum Besitz, bzw. Tragen und Benutzung einer Schusswaffe zur Selbst-Verteidigung?

Einige Royce Gracie Fans haben es sicher nicht gut gefunden, dass er sich fürs Waffengebrauch einsetzt, doch man muss schon sagen, dass man dazu auch Mutig sein muss, denn es ist ein heikles Thema und es lohnt sich, darüber zu informieren und auch eine eigene Meinung zu haben.

Keep Safe! -Franco Vacirca

ADIDAS BJJ MyHero CLARK Gracie bei Gracie Zuerich


Am 10. September 2017 besuchte uns Grossmeister CARLEY Gracie mit seinem Sohn CLARK Gracie unsere Academy in Zürich um ein offener Lehrgang zu geben. Clark ist einer der absoluten Top Brazilian Jiu-Jitsu Athleten im heutigen Circuit und hat in den letzten Jahren sämtliche Turniere im In- uns Ausland gewonnen. Clark lebt in San Diego, wo er auch seine eigene erfolgreiche Gracie Jiu-Jitsu Schule führt, wird uns aber auch schon bald wieder in Zürich besuchen kommen.

Für weitere Infos zu unseren Lehrgängen/Seminare Email an graciezuerich@gmail.com oder besuchen sie unsere Gracie Jiu-Jitsu Network Europe Homepage unter www.graciejiujitsu.eu

Gracie Jiu-Jitsu Zürich
Limmattalstrasse 342, 8049 Zürich Höngg
www.graciezuerich.ch

Brazilian Jiu-Jitsu Red Belt CARLEY Gracie Seminar in Zürich


Wir sind sehr stolz darauf, CLARK Gracie, einen der meist gefürchteten Athleten in den internationalen Brazilian Jiu-Jitsu Wettkampf-Circuit und Sohn des legendären CARLEY Gracie, zum ersten Mal in der Schweiz an unsere Academy zu begrüssen.

Am Sonntag, dem 10. September 2017, wird der Rotgurt Grossmeister CARLEY Gracie und sein Sohn, ein 3-stündiges offenes Seminar geben, wo sie eine Vielzahl von Techniken und Drills vermitteln werden, und die Möglichkeit haben werden, mit einem wahren Pro BJJ Athleten trainieren zu können.

Alle Belt Levels (Gurtfarben) sind herzlich willkommen, vom echten Anfänger bis hin zum absoluten Profi!

Wir laden auch Jiu-Jitsu-kas und Kampfsportler/innen, aus allen Stilen und Schulen, sowie Vereine und Verbände, an diesem einzigartigen High-Level-Lehrgang teilzunehmen.

Austragungsort:
Asia Budo Center, Limmattalstrasse 170, 8049 Zürich Höngg

Seminarzeiten:
11:00 bis 14:00 Uhr (mit kurzer Pause dazwischen)

Seminargebühren:
- Netzwerk- und Academy-Mitglieder, CHF / EUR 80,00 (mit gültiger 2017-Lizenz)
- Andere / Besucher, CHF / EUR 100,00

* Die Teilnahme muss unserseits per Email bestätigt werden, Platzzahl beschränkt!

* Anmeldung nur schriftlich: graciezuerich@gmail.com (nur mit Vorauskasse)

* Anmeldeanschluss ist der 28. August 2017

weitere Infos zu Seminaren und Workshops unter http://www.gracieconcepts.ch/index.php/events

Face 2 Face Reality!

Franco & Demetrio Vacirca (JKD Training 1989)
Sich mit der Realität zu konfrontieren und schön immer «am Boden» zu bleiben, ist auch als Kampfkünstler nicht ganz einfach. Als mein Bruder Demetrio und ich mit den Kampfkünsten begannen, stellten wir uns vielleicht Anfangs nicht wirklich immer die Frage, ob nun die eine oder andere Technik auch in einer realen Situation eine effiziente Anwendung finden würde.
Dies änderte sich aber für mich und ich glaube auch für Demetrio, als wir den Schritt machten nun nicht nur zu trainieren, sondern auch unsere eigene Trainingsgruppe zu gründen.

In den 80er Jahren gab es noch nicht so viel womit man sich als Instruktor einer, eher Modernen, Kampfkunst vergleichen konnte. So blieb uns nur die Möglichkeit, diese Möglichkeit im Ausland zu suchen und die USA bot uns diese Chance an.

In Los Angeles und New York fand ich einige Instruktoren die aus dem Militär, bei der Polizei und Sicherheitsfirmen sich ziemlich intensiv mit «Kampfkunst zur Selbstverteidigung» befassten. Viele von Ihnen kamen auch aus anderen Ländern, wie China, Thailand, Philippinen, Indonesien, Japan, Korea, Brasilien, aber auch aus Israel und Europa, und arbeiteten nun als professionelle Ausbilder hier in ihrer neuen Heimat.

Als wir Ende der 80er Jahre unsere erste Academy gründeten, wurde das Vacirca Brothers Motto «Reduced To The Essence» (aufs Wesentliche reduziert). Wir wollten und wir strebten nie einfach eine Kopie von irgendetwas oder irgendjemand zu werden. Alles sollte authentisch sein und wir wollten stets immer auf uns stolz sein und immer hinter unser Programm dahinterstehen können.

Heute, nach fast 30 Jahren als Instruktor unterwegs, hat sich nichts geändert. Wir sind stets Schüler geblieben. Immer Neugierig und stets offen für alle. Dies hat uns immer sehr viel bedeutet. Dank dieser Einstellung sind wir heute, als Vacirca Brothers, in der Lage unseren Mitgliedern ein Programm anbieten zu können, welches sich von vielem unterscheidet. Sicher, auch wir haben das Rad nicht neu erfunden, aber wir haben viel Zeit investiert und Seriös daran gearbeitet, damit wir heute da stehen wo wir gerade sind.

Simplicity Works: Eines welches ich während meinem langjährigem Studium und Forschungen mit nach Hause nahm, ist, dass «Einfaches funktioniert». Einer meiner Lehrer war damals noch ein aktiver Navy Seal und er sagte zu uns ständig, «Keep It Simple and Stupid» (KISS). Diese Philosophie, wurde zu unseren roten Faden, und deshalb konnten wir so viel von so vielen lernen, aber ohne uns vom Wesentlichen und Wichtigen abzubringen.

Leider ist heute (wieder vermehrt) «Selbstverteidigung und persönlicher Schutz» ein so grosses Thema geworden. Als Kampfkünstler wäre es mir manchmal auch lieber, mich mehr mit dem Aspekt «Kunst» zu beschäftigen, aber durch die Vielzahl von schrecklichen Ereignissen auf unsere Welt, ist dies fast unmöglich, wenn man eben sich die Realität vor den Augen hält. Unsere Mitglieder wissen und kennen es: bei uns steht die Selbstverteidigung absolut an erster Stelle. Verschiedene heikle Themen, wie Beispielsweise die Abwehr gegen scharfe Gegenstände, Schlagstöcke oder sogar Schusswaffen, haben wir immer sehr speziell behandelt, was wir auch weiterhin tun werden.

Die kommenden Monate werden weiterhin sehr interessant und intensiv sein. Versucht als Mitglied unserer Academy, regelmässig zu trainieren, den eine reale und effiziente Selbstverteidigung muss auch gepflegt und es muss stätig daran gearbeitet werden. In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen weiterhin viel Erfolg und Spass.

Keep Safe! -Franco Vacirca

Darum geben wir uns 5 Sterne !!!

Prof Demetrio Vacirca - Mestre Rickson Gracie - Prof Franco Vacirca (DeBosch/NL, May 2017)

Heute ist das Gracie Jiu-Jitsu oder BJJ in aller Welt so populär wie noch nie. Das war anfangs 1990 noch lange nicht so! In unserer Academy, dies seit anfangs1990 - haben uns eine Vielzahl von begeisterten Schülern, Interessenten und Partner besucht, und dies gilt bis heute (Danke euch allen!). Wir, die Vacirca Brothers haben immer 200 % u.m. gegeben, ohne jemals unsere Aufgabe aus den Augen zu verlieren, nämlich das GJJ kontinuierlich zu verbreiten.
Das ist uns auch gelungen, und zwar auch ausserhalb der Schweiz. Schüler kamen, Schüler gingen - bei uns sind stets alle willkommen. Loyalität und Respekt, wie es in den asiatischen Kampfkünsten as usual ist, sollte bei der ganzen Konkurrenz nicht vergessen gehen! Also bleiben wir dran, gleich für wen, oder welches GJJ / BJJ ihr euch entscheidet!
Keep it real my friends, und macht das Beste daraus! Wir, die Vacirca Brothers werden weiterhin unser Bestes geben und unsere Linie, nämlich die der Gracie's bewahren und weiterverfolgen. In Ehren und Respekt für Meister Helio Gracie - Danke für diese wunderbare Kunst! PS: Darum gebe ich uns selbst 5 Sterne. Danke Brother für all die Jahre an meiner Seite!
-Demetrio

My first Gracie Jiu-Jitsu Lesson | Meine erste GJJ Lektion !


Between, the mid-80s and early-90s, many of us where very surprised, when we got in contact with the Gracie family and their unique Jiu-Jitsu style. In fact, there were some true self-defense experts, who contributed heavily on the spread of this fighting style. Around that time I was training Jeet Kune Do, Filipino Martial Arts and MuayThai Boxing. The person who taught me my first (Gracie) Jiu-Jitsu technique was no other than (Sifu) Paul Vunak, leading JKD expert (under Dan Inosanto) and founder of Progressive Fighting Systems (PFS).
Sifu Paul taught us the true essence of fast, non-classical and true efficient techniques for self-defense. He was one of the true first Gracie Jiu-Jitsu practitioners, and to include his personal experience with GJJ into his ground fighting. I remember, the first techniques, which included, how to tackle my opponent, to slam my opponent from the ground (if he would get me in his guard position); then continuing by passing the guard – straight to get to the mount position and finalize the opponent with the “America”, an very effective shoulder-lock. That night that specific class brought me to continue my own personal research on ground fighting and eventually to get my first lessons with the Gracie Brothers. I am very thankful to Sifu Paul for all that, because that experience brought me to my where we are today.

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Zwischen Mitte der 80er und Anfang der 90er Jahre waren viele von uns sehr überrascht, als wir mit der Familie Gracie und ihrem einzigartigen Jiu-Jitsu-Stil in Kontakt kamen. Tatsächlich gab es einige echte Selbstverteidigungsexperten, die stark zur Verbreitung dieses Kampfstils beitrugen. Um diese Zeit trainierte ich Jeet Kune Do, Filipino Martial Arts und MuayThai Boxing. Die Person, die mir meine erste (Gracie) Jiu-Jitsu-Technik beibrachte, war kein anderer als (Sifu) Paul Vunak, führender JKD-Experte (unter Dan Inosanto) und Gründer von Progressive Fighting Systems (PFS).
Sifu Paul lehrte uns das wahre Wesen schneller, nichtklassischer und wirklich effizienter Techniken zur Selbstverteidigung. Er war einer der ersten Gracie Jiu-Jitsu-Praktizierenden und fügte seine persönlichen Erfahrungen mit GJJ in seinen Bodenkampf ein. Ich erinnere mich gut an die ersten Techniken. Ich lernte, wie ich den Gegner zu Fall bringen konnte, um ihn auf dem Boden zu kontrollieren. Würde der Gegner mich nun zwischen seine Beine fangen können, dann hätte ich die Möglichkeit gehabt, in aus dieser Position – gegen seinen Rücken zu „slamen“. Diese Aktion hätte ihn dazu bewegt die Beine zu öffnen und ich wäre in der Lage gewesen ihn zu „mounten“ (quasi auf seinem Bauch zu sitzen) und von dort aus, ihn mit einem Armhebel (Amerika genannt) zu Aufgabe zu zwingen. In dieser Nacht brachte mich diese spezielle Klasse dazu, meine eigenen weiteren Recherchen über den Bodenkampf fortzusetzen und schliesslich meine ersten Unterrichtsstunden bei den Gracie Brothers zu machen. Ich bin Sifu Paul sehr dankbar für all das, denn diese Erfahrung hat mich dahin gebracht, wo wir heute sind.

Pedro Hemetério, ein Leben für das Gracie Jiu-Jitsu



Um 1993 herum wurde ich durch einen Zeitungsartikel, dass von Meister Pedro Hemetério selbst geschrieben wurde, auf ihn aufmerksam gemacht. Doch es vergingen nochmals ein paar Jahre, bevor ich zu meinem 27. Geburtstag im Monat April seine Schule in Sao Paulo betreten konnte. Deshalb feiere ich in diesem Monat nicht nur ein Jahr «älter» werden, sondern eine Begegnung die mein Leben definitiv bestimmte, so sehr, dass ich diesen Moment meines Lebens – niemals vergessen könnte.

Wer war aber Professor Pedro? Was er ganz bestimmt war, …ein Mann der sein ganzes Leben dem Gracie Jiu-Jitsu gewidmet hatte, …ein weiser Mann, der vielen Menschen auf den richtigen Weg verhalf und sie zu wahren und engagierten Jiu-Jitsukas machte…

-Franco Vacirca, im April 2017


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Pedro Hemetério begann in seinem Leben um das Jahr 1942 mit dem Jiu-Jitsu, als Carlos Gracie das ganze Land bereiste und sich in Fortaleza (im Staat von Ceara) niederlies, um das Jiu-Jitsu zu verbreiten. Carlos gewann mit seiner charismatischen Persönlichkeit, viele neue Freunde. Bald durfte er auch, was er sich schon seit langem gewünscht hatte, die Polizei unterrichten, was ihm auch ein geregeltes Einkommen garantierte. Zeitgleich, kündigte er über die lokale Zeitung an, dass er die erste Trainerausbildung anbieten würde, und lud die jungen Männer ein, an einem dreimonatigen Einführungskurs teilzunehmen. Im «Clube Praia Leme» erschienen 77 Teilnehmenden und der damals 20-jährige Pedro Hemetério war einer von ihnen.

Carlos Gracie verlangte zuerst von der Gruppe eine Reihe von sehr harten Koordination und mussten auch körperlichen Tests durchlaufen, und so blieben nur noch vier von ihnen übrig, die am nächsten Kurs teilnehmen konnten. Am Ende dieser harten Ausbildung blieben jedoch nur zwei von ihnen übrig, Pedro Hemetério und Luciano Porto.

Nach weiteren 45 Tagen intensiver Jiu-Jitsu-Arbeit entschied sich Luciano Porto, das Projekt aufzugeben, so dass Pedro Hemetério als einziger Schüler den Kurs komplett beendete. Nach seiner Rückkehr ins normale Leben, bekam Pedro von seinen Eltern einen Job im Familienbetrieb. Mestre Carlos Gracie erkannte aber, die ausgezeichneten Qualitäten die Hemetério hatte und wollte, dass sein Schüler das Studium des Jiu-Jitsu fortsetzen sollte, und so suchte er nach einer Lösung um ihn bei sich behalten zu können. Carlos Gracie bot Pedro die Hälfte seines Gehalts der Polizeiakademie an, um so Hemetério bei sich behalten zu können.



Als Hélio Gracie, über seinen älteren Bruder Carlos, vom jungen Pedro erfuhr, bot man ihm an der Seite von Hélio in Rio de Janeiro, zu arbeiten. Über vier Jahre hinweg stand Pedro an der Gracie Akademie abwechslungsweise als Schüler oder Trainer auf dem Tatame seines Meisters Hélio Gracie und lernte alle die neuen Finessen dieses Systems. Anschliessend bekam er die wichtige Aufgabe in Sao Paulo das Gracie Jiu-Jitsu zu etablieren, was sich über 60 Jahren als seine lebenslange Mission wurde.

Professor Pedro, wie ihn alle Schüler liebevoll nannten, wurde einer der angesehensten Gracie Jiu-Jitsu Meister aller Zeiten, der auch persönlich dem Rotgurt 9. Dan von Hélio Gracie erhielt.

Nach einer anhaltenden Erkrankung und zwei Monate im Krankenhaus Santa Casa in Sao Paulo, verstarb Professor Pedro im Alter von 86 Jahren.